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Kurz gesagt: Der Vitamin-D-Wert im Blut wird als Gesamt-25-Hydroxyvitamin-D gemessen, kurz 25(OH)D, und in ng/ml oder nmol/l angegeben. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung spricht von einem Vitamin-D-Mangel unterhalb von 30 nmol/l (12 ng/ml) und von einer guten Versorgung in Bezug auf die Knochengesundheit ab 50 nmol/l (20 ng/ml). Davon zu unterscheiden ist der Referenzbereich, nach dem ein Labor deinen Befund einordnet – er kann anders ausfallen. Weil der Wert mit den Jahreszeiten schwankt – am Ende des Winters ist er im Schnitt am niedrigsten – sagt eine einzelne Messung vor allem etwas über den aktuellen Zeitpunkt aus.
Was ist Vitamin D?
Vitamin D ist ein fettlösliches Vitamin, das vom Körper zur Aufnahme von Calcium und Phosphor aus der Nahrung verwendet wird und aus dem Darm ins Blut übergeht. Ein ausreichender Vitamin-D-Spiegel sorgt dafür, dass Calcium in unsere Knochen gelangt und ist außerdem ein wichtiger Faktor für gesunde Knochen und Zähne. Ein gesunder Vitamin-D-Spiegel ist auch wichtig für das Immunsystem und spielt eine Rolle bei der Bildung von Muskelgewebe und der Muskelfunktion.
Ein zu niedriger Vitamin-D-Wert ist oft ein Vitamin-D3-Mangel!
Vitamin D und Vitamin D3
Vitamin D gibt es in verschiedenen Formen, von denen die wichtigsten Vitamin D2 und Vitamin D3 sind. Diese Formen werden vom Körper gebildet, wenn er der Sonne ausgesetzt ist, oder wir nehmen sie mit der Nahrung auf wo sie dann in die aktive Form umgewandelt werden. Die aktive Form kann vom Körper zum Beispiel für das Immunsystem oder für die Aufnahme von Calcium aus der Nahrung genutzt werden. Es gibt einen wichtigen Unterschied zwischen Vitamin D2 und Vitamin D3, nämlich die Aufnahme und Speicherung. Vitamin D3 wird viel effektiver in die aktive Form umgewandelt. Außerdem kann diese Form im Körper besser gespeichert werden. Das ist wichtig, weil wir im Sommer einen Vorrat an Vitamin D anlegen müssen. Wenn es zu einem Mangel kommt, wird dieser oft durch einen Vitamin D3-Mangel verursacht.
Vitamin D Normalwerte
Um festzustellen, ob ein Vitamin-D-Mangel vorliegt, wird das Ergebnis eines Vitamin-D-Bluttests mit den Normalwerten verglichen. Gemessen wird dabei 25-OH-Vitamin-D, auch Calcidiol genannt: die Speicherform, an der sich die Versorgung der letzten Wochen ablesen lässt. Angegeben wird sie in ng/ml oder in nmol/l – beide Einheiten beschreiben denselben Wert, 1 ng/ml entspricht rund 2,5 nmol/l. Welche Einheit auf deinem Befund steht, hängt vom Labor ab.

Vitamin D Normalwerte
Zwei Angaben sind auseinanderzuhalten. Die Einteilung der Deutschen Gesellschaft für Ernährung lautet: Mangel unterhalb von 30 nmol/l (12 ng/ml), gute Versorgung in Bezug auf die Knochengesundheit ab 50 nmol/l (20 ng/ml). Davon getrennt steht der Referenzbereich des Labors, das deine Probe analysiert – er reicht bei unserem Partnerlabor von 10 bis 100 ng/ml. So ordnet es die Werte ein:
| Einordnung des Labors | ng/ml | nmol/l |
| ausgeprägter Mangel | unter 10 | unter 25 |
| Unterversorgung | 10 – 25 | 25 – 62 |
| grenzwertig | 25 – 30 | 62 – 75 |
| ausreichend | 30 – 40 | 75 – 100 |
| gut versorgt | 40 – 90 | 100 – 225 |
| hoch, ärztlich abklären | über 100 | über 250 |
Referenzbereich des analysierenden Labors für 25-OH-Vitamin-D (10 – 100 ng/ml), nmol/l umgerechnet mit dem Faktor 2,496. Referenzbereiche können sich je nach Labor und Messmethode unterscheiden – maßgeblich ist immer der Bereich, der auf deinem eigenen Befund steht. Ein Referenzbereich ist außerdem kein Zielwert: mehr ist nicht automatisch besser. Liegt dein Wert deutlich darüber, etwa unter einer höher dosierten Einnahme von Präparaten, lass ihn ärztlich einordnen. Die Einordnung ersetzt keine ärztliche Diagnose.