Definition: Was ist akute und chronische Diarrhö?

Diarrhö oder auch Diarrhoe kann deinen Alltag erheblich beeinträchtigen – ob als akute Diarrhö mit plötzlichem, starkem Durchfall oder als chronische Diarrhö, die über Wochen anhält. In diesem Artikel erfährst du alles über die Definition, Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten sowie Tipps zur Vorbeugung.

  • Akute Diarrhö ist eine meist kurzfristige Durchfallerkrankung, die häufig durch eine Lebensmittelvergiftung, Infektionen oder eine Reaktion auf Medikamente ausgelöst wird. Sie betrifft jährlich Millionen Menschen und klingt in der Regel innerhalb weniger Tage bis maximal zwei Wochen von selbst wieder ab. Zu den typischen Auslösern gehören auch Parasiten wie das Norovirus oder Clostridium perfringens
  • Chronische Diarrhö liegt vor, wenn der Durchfall länger als vier Wochen anhält. Sie kann auf ernste Ursachen wie Morbus Crohn, Colitis ulcerosa, eine exokrine Pankreasinsuffizienz oder Laktoseintoleranz hinweisen und sollte unbedingt ärztlich abgeklärt werden. Auch nosokomiale Diarrhö (z. B. nach Antibiotikaeinnahme) ist möglich.

Die richtige Anamnese und Diagnostik sind entscheidend, um die Ursache einzugrenzen – sei es eine osmotische Diarrhö, sekretorische Diarrhö oder paradoxe Diarrhö. Auch Faktoren wie Angst, schnelle Darmpassage oder Reizdarmsyndrom spielen eine Rolle. Für eine gezielte Analyse empfehlen wir den Parasiten XL Test.

Symptomen van diarree

Symptome akuter chronischer Durchfall

 

Akute und chronische Durchfälle können sich je nach zugrunde liegender Ursache auf unterschiedliche Weise äußern. Obwohl sich die Symptome von akutem und chronischem Durchfall teilweise überschneiden, gibt es auch deutliche Unterschiede. Im Folgenden erklären wir die Gemeinsamkeiten und Unterschiede der Symptome bei akutem und chronischem Durchfall.

Symptome bei Diarrhö – Beschaffenheit, Frequenz und Form

Akute und chronische Diarrhö können sich durch eine Vielzahl von Beschwerden äußern, je nach Ätiologie der Erkrankung. Manche Symptome überschneiden sich, andere wiederum unterscheiden sich deutlich. Im Folgenden zeigen wir dir die häufigsten Beschwerden und worauf du bei der Beurteilung deiner Symptome achten solltest.

Häufige Symptome bei akuter und chronischer Diarrhö

  • Häufiger Stuhlgang: Bei jeder Form von Diarrhö musst du häufiger zur Toilette – meist mehr als drei Stuhlentleerungen pro Tag. Auch die Frequenz ist dabei ein entscheidender Hinweis auf die Ursache.
  • Bauchschmerzen, Krämpfe und starker Durchfall: Viele Betroffene berichten von krampfartigen Schmerzen. Bei akuter Diarrhö treten diese meist plötzlich auf, während sie bei chronischer Diarrhö oft eher dumpf und dauerhaft sind. Auch eine schnelle Darmpassage mit hohem Wasseranteil im Stuhl ist typisch.
  • Grünlicher Stuhl: Bei einer Lebensmittelvergiftung oder einer infektiösen Durchfallerkrankung kann die Farbe durch eine verkürzte Verdauung und eingeschränkte Resorption von Galle verfärbt sein. Auch bestimmte Nahrung (z. B. Milch, Eisenpräparate, viel grünem Gemüse) kann Einfluss auf die Beschaffenheit haben.
  • Blut oder Schleim im Stuhl: Dies kann auf eine ernstzunehmende Entzündung oder Magenschleimhautentzündung hindeuten. Schleim kann auch bei einer gestörten physiologischen Darmflora, bei einer Intoleranz oder bei Colitis ulcerosa auftreten. In diesen Fällen ist eine ärztliche Diagnostik unbedingt erforderlich – einschließlich Stuhluntersuchung.
  • Appetitverlust und Müdigkeit: Sowohl bei akuter Diarrhö als auch bei langanhaltenden Beschwerden kann der Appetit zurückgehen. Durch den Flüssigkeitsverlust, das Ungleichgewicht der Elektrolyte sowie den Verlust von Nährstoffen entsteht oft eine ausgeprägte Müdigkeit.
  • Ungewollter Gewichtsverlust: Wenn du durch anhaltenden Durchfall mehr als 5 % deines Körpergewichts verlierst, sollte die Ursache durch eine Ärztin oder einen Arzt abgeklärt werden – mögliche Ursachen sind Maldigestion, exokrine Pankreasinsuffizienz, Laktoseintoleranz oder Reizdarmsyndrom.

Symptome bei akuter Diarrhö

Typische Beschwerden, die vor allem bei akuter Diarrhö auftreten – und seltener bei chronischen Formen –, sind:

  • Erbrechen und Fieber: Diese Symptome deuten meist auf eine akute Infektion mit Bakterien, Viren (z. B. Norovirus) oder Protozoen hin. In solchen Fällen solltest du unbedingt eine Ärztin oder einen Arzt aufsuchen.
  • Plötzliche und starke Bauchschmerzen: Die Schmerzen sind meist scharf und treten im Bereich von Magen und Darm auf. Häufig gehen sie mit einer rapiden Zunahme der Diarrhö einher, oft begleitet von starkem Durchfall mit hohem Flüssigkeitsverlust.
  • Wässrige und häufige Stuhlgänge: Die Stühle sind dünn, flüssig und treten häufig auf – mehrmals pro Tag. Dabei verliert der Körper wichtige Elektrolyte, was zu Kreislaufproblemen oder Müdigkeit führen kann.

Symptome bei chronischer Diarrhö

Bei chronischer Diarrhö treten häufig andere Beschwerden in den Vordergrund:

  • Gelber Stuhl: Eine gelbliche Färbung weist oft auf eine Störung in der Verdauung von Fetten hin – z. B. durch eine exokrine Pankreasinsuffizienz, Gallenstörung oder Leberprobleme. Hier spricht man auch von Fettstuhl.
  • Blähungen und Völlegefühl: Dieses aufgeblähte Gefühl entsteht häufig durch eine verlangsamte Verdauung, eine gestörte physiologische Darmflora oder Nahrungsmittelintoleranzen wie z. B. Laktoseintoleranz.
  • Übelkeit mit Diarrhö: Die Übelkeit ist bei chronischem Verlauf meist leicht, aber anhaltend. Sie kann mit Intoleranz, Maldigestion oder Reaktionen auf bestimmte Nahrung (z. B. Kaugummis, Traubenzucker, unverdaute Nahrungsbestandteile) zusammenhängen.

Was sagt Farbe und Konsistenz deines Stuhls über deine Gesundheit aus?

Die Beschaffenheit, Form und Farbe des Stuhls geben dir wertvolle Hinweise auf mögliche Ursachen deiner Beschwerden – z. B. osmotischer Durchfall, sekretorische Diarrhö, exsudation, pseudodiarrhö oder eine gestörte Resorption.

Was bedeutet die Konsistenz deines Stuhls? >>

Was bedeuten die Farben deines Stuhls? >>

Wichtiger Hinweis: Wenn du neben Diarrhö auch Symptome wie Blut im Stuhl, anhaltender Durchfall, ungewollten Gewichtsverlust, Fieber, Erbrechen, extreme Müdigkeit, Anzeichen von Austrocknung oder ein starkes Krankheitsgefühl verspürst – dann solltest du unbedingt eine Stuhluntersuchung durchführen lassen und ärztlichen Rat einholen.

Ätiologie: Ursachen von Diarrhö

Ursachen akuter chronischer Durchfall

Diarrhö kann durch viele verschiedene Faktoren entstehen – von der Ernährung über Infektionen bis hin zu psychischem Stress. Im Folgenden stellen wir die häufigsten Auslöser von akuter und chronischer Diarrhö vor.

1. Ernährung und Nahrungsmittelintoleranzen

  • Fettige oder ballaststoffarme Nahrung: Eine Ernährung mit viel Fett und wenig Ballaststoffen kann die Verdauung verlangsamen und anhaltender Durchfall begünstigen.
  • Intoleranzen: Laktoseintoleranz, Glutenunverträglichkeit : (Zölialkie) oder Fruktosemalabsorption können chronische Diarrhö mit unverdauten Nahrungsbestandteilen verursachen. Auch Kaugummis, Traubenzucker oder Zusatzstoffe wirken oft abführend.

Lebensmittelunverträgichkeit Testen

  • Bei Menschen mit akuter und chronischer Diarrhö treten Nahrungsmittelintoleranzen besonders häufig auf.
  • Eine Intoleranz verursacht Beschwerden, weil bestimmte Nahrungsbestandteile nicht richtig verdaut werden.
  • Mit einem Test können bis zu 287 verschiedene Intoleranzen zuverlässig erkannt werden.
  • Finde heraus, ob eine Lebensmittelintoleranz die Ursache deiner Diarrhö, Blähungen oder anderen Verdauungsprobleme ist.

2. Medizinische Ursachen

  • Reizdarmsyndrom (RDS): Diese funktionelle Störung führt zu schneller Darmpassage, Blähungen, Schleim im Stuhl und wechselndem Durchfall. Lies auf dieser Seite mehr über das Reizdarmsyndrom.
  • Infektionen: Erreger wie Clostridium perfringens, Protozoen, Pilze oder Noroviren verursachen akute Diarrhö, oft begleitet von Fieber, Übelkeit und Flüssigkeitsverlust.
  • Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen (CED): Colitis ulcerosa und Morbus Crohn führen zu entzündlicher Diarrhö, oft mit Blut und Schleim, Schmerzen und starker Exsudation. Lies auf dieser seite mehr über Darmerkrankungen
  • Hormonstörungen: Addison-Krankheit, Hyperthyreose oder gestörte Gastrin-Produktion können die Darmfunktion massiv beeinflussen.
  • Diabetes mellitus: Neuropathien im Verdauungssystem führen bei Diabetes häufig zu anhaltendem Durchfall.
  • Zöliakie (Glutenintoleranz): Bei dieser Autoimmunerkrankung führt Gluten zu einer Entzündungsreaktion im Dünndarm, die chronische Diarrhö, Fettstuhl und eine gestörte Resorption von Nährstoffen verursachen kann. Erfahre mehr zur Glutenintoleranz auf unserer Seite über Gllutenintoleranz
  • Bakterielle Überbesiedlung (SIBO): Eine gestörte physiologische Darmflora im Dünndarm kann zu Gärung, Fettstuhl und Verdauungsstörungen führen.
  • Medikamente: Antibiotika, Laxantien, NSAR oder Magenschutzmittel können nosokomiale Diarrhö durch gestörte Darmflora auslösen..
  • Diarhö nach Antibiotika: Besonders durch Clostridioides difficile kann es zu starker, teils gefährlicher Diarrhö kommen. Eine Stuhluntersuchung und ggf. eine Mikrobiom-Analyse sind hier essenziell.

3. Stress und emotionale Belastung

Stress als Ursache für Diarrhoe

 

Angst, Stress und psychische Belastung wirken direkt auf die Darm-Hirn-Achse. Das kann sowohl zu akuter Diarrhö als auch zu chronischen Beschwerden führen. Oft hilft hier eine Kombination aus Stressmanagement und gezielter Diagnostik.

4. Lebensstilfaktoren

Rauchen, Alkoholkonsum, Bewegungsmangel oder Schlafmangel beeinträchtigen die Darmfunktion und begünstigen anhaltender Durchfall. Auch das Essen unter Zeitdruck oder ohne Kauen kann die Resorption stören.

5. Spezielle Situationen

  • Schwangerschaft: Hormonelle Veränderungen und Nahrungsergänzungsmittel können chronische Diarrhö auslösen.
  • Menstruation: Viele Frauen berichten während ihrer Periode über Diarrhö, meist bedingt durch Prostaglandine. Wenn dies regelmäßig auftritt, kann eine ärztliche Abklärung sinnvoll sein.

Folgen von akuter und chronischer Diarrhö

Akute und chronische Diarrhö kann erhebliche Auswirkungen auf deine Gesundheit haben – vor allem, wenn sie nicht rechtzeitig behandelt wird. Mögliche Komplikationen sind:

  • Flüssigkeitsverlust und Austrocknung: Besonders bei wässriger Diarrhö kann es schnell zu einem Verlust von Flüssigkeit kommen. Symptome wie trockener Mund, Schwindel, starker Durst und wenig Urin weisen auf eine mögliche Dehydratation hin.
  • Mangel an Nährstoffen:: Durch die gestörte Resorption können wichtige Vitamine, Mineralstoffe und Elektrolyte nicht ausreichend aufgenommen werden. Das kann die Funktion deines Körpers deutlich beeinträchtigen.
  • Ungewollter Gewichtsverlust: Anhaltender Durchfall kann dazu führen, dass du zu wenig Kalorien aufnimmst – mit Folgen wie Müdigkeit, Muskelschwäche und geschwächtem Immunsystem.

Deshalb ist es wichtig, frühzeitig eine Ärztin oder einen Arzt zu konsultieren – besonders bei Symptomen wie Blut im Stuhl, starkem Durchfall, Fieber, Erbrechen oder anhaltender Müdigkeit.

Diagnostik: Welche Tests helfen bei Diarrhö?

Um die Ursache deiner Beschwerden herauszufinden, empfehlen sich spezifische Darmtests – egal ob du unter akuter Diarrhö, paradoxer Diarrhö, pseudodiarrhö oder chronischen Symptomen leidest.

  • Parasiten Test XL Identifiziert Parasiten als Ursache von akuter Diarrhö, z. B. nach einer Reisedurchfall-Episode oder einer Lebensmittelvergiftung. Eine frühzeitige Stuhluntersuchung kann verhindern, dass akute Beschwerden chronisch werden. Parasiten Test ansehen
  • Mikrobiom-Test (Darmflora-Test) (darmflora test): Erkennt eine gestörte physiologische Darmflora, die bei vielen Menschen mit Fettstuhl, aufgeblähtem Bauch, funktionellen Störungen oder exsudativer Diarrhö einhergeht. Mikrobiom-Test starten
  • Intoleranz-Test: Dieser Test prüft auf Laktoseintoleranz, Glutenunverträglichkeit (Coeliakie) und weitere Nahrungsmittelintoleranzen – insgesamt bis zu 287 verschiedene Lebensmittel. Besonders sinnvoll bei Symptomen wie Verdauungsbeschwerden nach dem Essen, unverdauten Nahrungsbestandteilen im Stuhl, Diarrhö nach dem Verzehr von Milch oder wenn selbst Hausmittel wie ein geriebener Apfel nicht helfen. Zur Intoleranz-Testung

Weitere Testoptionen (demnächst verfügbar):

  • Verdauungstest: Gibt Aufschluss darüber, wie gut dein Körper Fette, Kohlenhydrate und Eiweiße verwertet. Besonders hilfreich bei bröckeligem oder breiigem Stuhl mit hohem Wasseranteil.
  • Candida- und Pilz-Test: Misst Gärung durch Hefen wie Candida albicans. Auch Schimmelüberwucherungen im Darm können anhaltende Beschwerden verursachen.

Unsere Tests dienen ausschließlich Informationszwecken. Nur ein (Haus-)Arzt kann eine Diagnose stellen. Deshalb ist es essenziell, bei Verdacht auf eine Darmkrankheit oder -erkrankung Kontakt mit deinem Hausarzt aufzunehmen. Bei Blut im Stuhl, starken unerklärlichen Bauchschmerzen und/oder ungewolltem Gewichtsverlust solltest du umgehend einen Arzt aufsuchen.

Was du mit dem Ergebnis anfangen kannst

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  • Durch Farben (Grün – Orange – Rot) wird deutlich angezeigt, wie stark deine Reaktion auf verschiedene Produkte ist.
  • Erfahre, in welchen Produkten das jeweilige Lebensmittel häufig verarbeitet wird.
  • In deinem Ergebnisbericht erhältst du konkrete Tipps, die dir helfen, deine Ernährung anzupassen.

Wann solltest du ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen?

Sowohl akute als auch chronische Diarrhö kann deine Gesundheit stark beeinträchtigen – insbesondere durch Flüssigkeitsverlust, ungewollten Gewichtsverlust und Nährstoffmangel. Häufig liegt die Ursache bei einem Parasiten, einer Nahrungsmittelintoleranz oder einer ernstzunehmenden Grunderkrankung. Tritt zusätzlich Blut im Stuhl, starke Müdigkeit, Fieber, Erbrechen oder anhaltender Durchfall auf, solltest du unbedingt eine Ärztin oder einen Arzt aufsuchen. Auch wenn die Diarrhö länger als zwei Wochen besteht oder mit Austrocknungssymptomen einhergeht, ist eine fundierte Diagnostik wichtig. Eine Stuhluntersuchung oder ein internistischer Check kann die genaue Ätiologie klären und eine gezielte Behandlung ermöglichen. Ergänzend kann dich ein/e Ernährungsberater/in mit einem individuell abgestimmten Ernährungsplan unterstützen. Mit der richtigen medizinischen Begleitung und einem angepassten Diätkonzept lässt sich Diarrhö oft gut in den Griff bekommen. Wer frühzeitig handelt, beugt Komplikationen vor – und ebnet den Weg zu mehr Gesundheit, Energie und Lebensqualität.

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Mehr Wissen über Ursachen von Diarrhö; Literatur

Literatur und Quellen

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  • Holland & Barrett (2024). So sieht der Stuhlgang deiner Mitmenschen aus. Zur Info-Seite
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